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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

Willkommen

Die Evang.-Luth. Kirchengemeinden Altenmuhr (St.Johannis) und Neuenmuhr (St.Jakobus) begrüßen Sie auf ihrer Internet-Seite!

Liebe Gemeindeglieder in Alten- und Neuenmuhr, liebe Gäste unserer Homepage,

ich grüße Sie alle sehr herzlich mit dem Wochenspruch des 5. Passionssonntags „Judika“ am 29. März 2020:

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“

Jesus sagt dies in seinen Abschiedsgesprächen zu seinem engsten Freundeskreis – zu seinen Jüngern. Er lässt ihnen bereits zu Lebzeiten ein Vermächtnis zurück und verspricht ihnen darin, was für alle Zeiten gelten soll. Jesus will sich nicht zum Herrscher über uns erheben und uns klein machen. Er will vielmehr das für uns erledigen, was wir nicht können: unser Leben bereinigen und neu starten jeden Tag – mit Frieden in unseren Herzen. Dieser Frieden, den er bringt, kann so zu einem Frieden werden mit Gott, mit unseren Mitmenschen und sogar mit uns selbst.

„Frieden in unseren Herzen“ – das klingt schön. Aber im Augenblick können viele von uns diesen Frieden gar nicht so recht finden, weil sie aufgerüttelt und aufgeschreckt sind von den Nachrichten um uns herum. „Das Corona-Virus hat alles fest im Griff“ – so lautete eine der Zeitungsschlagzeilen der letzten Tage.

Ich habe mir gedacht: Wie klingt das? „Alles“ und „fest im Griff“? Bleiben da die Hoffnung und die Zuversicht ganz auf der Strecke? Ich gebe zu: Auch ich habe manchmal ein mulmiges Gefühl, weil es einfach schlimm ist, wenn Menschen krank werden und sogar streben müssen.

Und dann erinnere ich mich wieder an wichtige Worte der Bibel, wie zum Beispiel: „Als mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren. (…) Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste mich und zog mich aus großen Wassern. (…) Er führte mich hinaus ins Weite, er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.“ So schreibt König David in seinem Danklied und Gebet in 2. Samuel 22, die Verse 7, 17 und 20.

Daraus lerne ich immer wieder neu: Gott achtet mit seiner ganzen Aufmerksamkeit auf mich, er hört mir zu, weiß, wie es mir ergeht, und hat großes Interesse daran, dass meine Angst aufgehoben ist in seiner Geborgenheit und Fürsorge.

Denn das bleibt: Nichts und niemand kann mich aus Gottes liebevoller Hand reißen. Genauso, wie es der Apostel Paulus schreibt: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer 8, 38).

Lassen wir uns das sagen von Paulus, der vor fast 2000 Jahren selbst viel Schlimmes erleben hat müssen, der gefangen und gefoltert und schließlich als Märtyrer umgebracht wurde. Er sagt: „Ich bin gewiss.“

Diese Gewissheit wünsche ich Ihnen, liebe Brüder und Schwestern, und diese Gewissheit wünsche ich mir selbst. Wenn Angst oder Sorgen, Unsicherheit oder einfach ein „mulmiges Gefühl im Bauch“ uns umtreibt, dann dürfen auch wir wissen, dass unser Leben geborgen, behütet und getragen ist. Diese Erfahrung wünsche ich uns immer wieder.

 

Herzliche Grüße,


Ihr Pfarrer Karl-Heinz Brendel

 

Siehe auch hier und unter 'Aktuelles & Veranstaltungen/ Gottesdienstplan' !

 

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